Die Läufigkeit bei Hündinnen

Die Läufigkeit einer Hündin läuft die Regel nach einem bestimmten Muster ab, welches sich in 4 Phasen aufteilt. Wie die Läufigkeit sich im Einzelnen aufgliedert und was ihr Wissen müsst – insbesondere wenn deine Hündin nicht gedeckt werden soll – erfahrt ihr hier:

Phase 1: Die Vorbrunst

Diese Phase ist sehr einfach zu erkennen: Deine Hündin bekommt einen blutigen Scheidenausfluss, das "Nüsschen" (also die Scheide der Hündin) schwillt langsam an und wird geruchlich für unkastrierte Rüden besonders attraktiv – diese können bereits in dieser Zeit kaum von ihnen lassen. Fruchtbar ist deine Hündin in dieser Zeit noch nicht – sie reagiert zumeist zickig auf die Avancen der Rüden und verbeißt sie. Diese Phase dauert in der Regel 9 Tage, kann aber je nach Hündin abweichen und zwischen 3 und 17 Tagen lang sein.

Phase 2: Die Brunst oder auch Standhitze

Im Anschluss an die Vorbrunst ändert sich das Verhalten der Hündin von abwehrend nach willig: Die Hündin ist in dieser Zeit fruchtbar und der blutige Ausfluss ändert sich in einen klaren, weißlichen Ausfluss. Die Standhitze dauert je nach Hündin unterschiedlich lang, zumeist allerdings zwischen 3 und 7 Tagen. Optisch fällt auch die Schwellung zwischen den Hinterläufen auch häufig direkt ins Auge.

Der Begriff "Läufig" kommt nicht von ungefähr: Nicht nur Rüden gehen in dieser Zeit laufen - um einer läufigen Hündin nachzustellen - auch eine Hündin geht laufen um sich einen Rüden zu suchen. Dies bedeutet besonders in dieser Zeit: Hündin an die Leine. Sie sind dann kaum abrufbar und suchen sich "Ihren" Rüden.

Für Rüdenbesitzer bedeutet diese Zeit auch einiges an Stress - daher wäre gegenseitige Rücksichtsnahme auch wünschenswert. Häufig wird von Hündinnenbesitzern erwartet, gar nicht Gassi zu gehen - diese in dieser Zeit nur im Garten zu lassen, oder bestenfalls nicht vor dem Feld des jeweiligen, potenten Rüden da dieser sonst auch laufen geht und einfach nicht mehr gehorcht... Nur irgendwo muss man auch mit einer läufigen Hündin gehen. Sie hat die selben Rechte wie ein Rüde mit Rüdenbesitzer. Nur sollten Hundewiesen und stark von Hunden frequentierte Bereiche gemieden werden, da dies wirklich auch stressig für eure Hündin ist.

Tipp: Ihr erkennt eine Hündin in der Standhitze, wenn sie sich dem Rüden anbietet und ihre Rute zur Seite neigt. Ihr könnt bei euerer Hündin testen ob sie in den Stehtagen ist, wenn ihr den oberen Schwanzansatz massiert und krault. Wenn sie ihre Rute zur Seite neigt, dann ist die "gefährliche" Zeit gekommen. In dieser Zeit hat die Hündin mehrere Eisprünge und sie bietet sich den Rüden an.

Phase 3: Die Nachbrunst

In der Nachbrunst klingt die Läufigkeit der Hündin langsam ab. Sie ist in dieser Zeit nicht mehr fruchtbar und wehrt die Rüden ab. In dieser Zeit findet bei gedeckten Hündinnen die Einnistung der Eizellen statt. Das Hormon Progesteron wird gebildet - welches die Einnistung begünstigt - allerdings können auch nicht gedeckte Hündinnen dieses produzieren - sie werden zum Teil Scheinschwanger und bilden Milch.

Phase 4: Anöstrus

Die Anöstrus ist die Ruhephase - in dieser Zeit ist die Hündin nicht schwanger und die Hormone sind vom Körper abgebaut worden. Die Ruhephase dauert so lange, bis die nächste Hitze wieder beginnt.

Wie häufig werden Hündinnen läufig und wann werden Hündinnen das erste Mal läufig?

Die erste Läufigkeit bei einer Hündin setzt zumeist im Alter von 6 bis 12 Monaten ein - mitten in der Pubertät. Wie alt eine Hündin bei der ersten Läufigkeit ist, variiert je nach Größe und Rasse des Hundes. Häufig werden kleine Hunderassen eher Geschlechtsreif, als große Hunderassen - dort kann es zum Teil bis ins 2. Lebensjahr dauern, bis dass sie das erste Mal läufig werden.

Die Zyklen zwischen den Läufigkeiten variiert je nach Hündin - manche Hündinnen haben nur eine Hitze im Jahr, manche werden alle 6 Monate läufig.

 

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